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Bernhard Langer und der große Rekord: Wenn Legenden trenden
Panorama

Bernhard Langer und der große Rekord: Wenn Legenden trenden

Foto: Getty

Weil US Seniors Open ist: Casual, stylish, klassisch oder schrill – in der Golf-Ära der Generation Z sind „die Alten“ jünger denn je.Der Mann allein geht schon als Trend durch: Kaum jemand im Profigolf altert genießerischer als Miguel Ángel Jiménez. Der 59-jährige Spanier ist ein Testimonial für sportliche Leistung im fortgeschrittenen Alter. Wie Bernhard Langer, nur mit extrovertierter Lebensfreude.

Mit Cohiba und Dandy-Schuhen


Jiménez stolziert mit der unvermeidlichen Cohiba gen Grüns, trägt maßgefertigte Dandy-Golfschuhe statt bequemer Sneaker und Pilotensonnenbrille statt futuristischem Sportmodell, schlürft nach der Runde Rioja, wo andere zum isotonischen Aufbaugetränk greifen. Wenn er die per Pferdeschwanz gebändigten roten Locken offen trägt, sieht er aus wie „ein explodierter Kanarienvogel“, hat mal jemand despektierlich festgestellt. Und wer sich Jiménez’ eigenwilliges Aufwärmprogramm anschaut, wird den Mann aus Málaga nie und nimmer im Gym oder gar in der Eistonne verorten.
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Der deutsche Dominator als Gegenentwurf


Der asketische Langer mit seiner Arbeitsdisziplin, dem Ernährungsbewusstsein und der feschen Funktionskleidung wirkt wie ein Gegenentwurf. Dennoch verdeutlichen beide, der spanische Hedonist und der deutsche Dominator, der ständig sein Alter von 65 Jahren unterspielt und sich ausgerechnete bei der US Senior Open den Status des alleinigen Rekordsiegers bei den PGA Tour Champions sicherte, auf ambivalente Weise das Wesen des Best Aging.

Oder anders: Die heutigen Senioren können ganz schön cool und lässig und gut drauf sein, wenn sie denn wollen; der Autor als über unzählige zu kurz gelassene Putts ergrauter Angehöriger der Generation Boomer darf das konzedieren, ohne gegen die political correctness zu verstoßen.

Hippe Marken und Streewear


Diese Erkenntnis gilt fürs Leben generell, für viele Sportarten und erst recht für Golf, wo es sich mittlerweile herrlich casual, stylish, klassisch oder schrill in die Jahre kommen und über die Fairways flanieren lässt. Trendig halt, je nach individuellem Geschmack, über den sich ja bekanntlich trefflich oder besser gar nicht streiten lässt, und egal, ob Tour-Legenden oder Hobby-Hacker. Das Wissen um einen gesunden, nachhaltigen Lebensstil bildet die Basis; die unbestrittenen gesundheitlichen Vorzüge von moderater Bewegung an der frischen Luft für Kopf wie Körper sind das Gerüst – was nicht bloß ein Trend sein sollte; der merkantile Zweig des Zeitgeists schließlich liefert den passenden, vielfach handwerklich und qualitativ hochwertigen Habitus: Etablierte Ausrüster kriegen Konkurrenz von hippen Start-ups, Streetwear-Marken drängen in die Golfnische.

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Periodensystem der Stilwellen im Golf


Der englische Designer, Fotograf und Schriftsteller Ben Schott, bekannt durch die vergnüglich zu lesenden „Schotts Sammelsurium“-Bestseller, hat in einem Beitrag für den Medienkonzern Bloomberg ein sechsteiliges Periodensystem der Stilwellen im Golf entwickelt: „Schottisch“ in schwerem Tweed. „Amerikanisch“, geprägt vom Gatsby-haften Walter Hagen. „Cool“ mit „King“ Arnold Palmer an der Spitze. „Dreist“ rund um die Geschäftstüchtigkeit eines Jack Nicklaus und die Opulenz eines John Daly. „Athletisch“ dank Tiger Woods und seiner Wirkmacht bis hin zur Salonfähigkeit von Performance-Bekleidung. Zu guter Letzt und aktuell „Golf 6.0“, das laut Schott „ausgewählte Elemente aus der Geschichte des Spiels mit Einflüssen aus der zeitgenössischen Kultur kombiniert“.

Justin Thomas gilt als stilbildend


Es ist die Ära der Generation Z. Als bestes Beispiel taugt Justin Thomas, der munter zwischen Klassikern wie Sattelschuh und Strickjacke und vermeintlichen „Modesünden“ à la Joggerpants plus Kaschmir-Hoodie mäandert und genau deswegen als stilbildend gilt. Außer bei Golf-Biedermeiern.

(Foto: Getty) (Foto: Getty)

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Tradierte Werte und Muster werden in der „Golf 6.0“-Welle nicht obsolet, aber neu definiert und strukturiert. Oder ergänzt. Der Golfclub als klassisches sportliches Zuhause bekommt Zuwachs durch standortunabhängige Communitys wie Erik Anders Langs Random Golf Club oder der Broken Tee Society. „Zugehörigkeit ist keine äußere Tatsache der Clubmitgliedschaft […], sondern eine innere Vorstellung von selbst definierter Identität“, schreibt Schott in dem Kontext. Andererseits feiert bei den amerikanischen Millennials der verstaubt geglaubte Country Club fröhliche Urständ – nicht zuletzt, weil die Anlagen ein zeitgemäßes Angebot machen, mit Kulinarik, Wellness, Fitness, Kultur.

Avantgardisten des Wesentlichen


Virtuelles Golf, das Daddeln mit dem Driver, ist längst ein Erfolgsmodell, erspart dem Betreiber Fläche und Pflege, dem Spieler Zeit, Witterungsunbilden und viel Logistik. Aber der Old Course von St. Andrews und Augusta National bleiben Sehnsuchtsorte – auch im Simulator und auf der Konsole. Blogs, Podcasts, Tutorials und das Influencer-Phänomen kommen übers (Golf-)Land wie die biblische Heuschreckenplage, doch inmitten all der aufgeregten Selbstinszenierung und Aufmerksamkeitshybris reüssieren puristische Magazine wie The Links Diary oder The Golfer’s Journal mit bildstarkem Storytelling als Avantgardist des Wesentlichen.

Doch noch Trendsport?


Die Aufzählung ließe sich beliebig fortsetzen. Was als Resümee bleibt: „Golf 6.0“ ist so heterogen und ambivalent, ja, eklektisch wie die Gesellschaft des 21. Jahrhunderts. Und „die Alten“, die Kohorte aus den Geburtsjahren 1946 bis 1964, immerhin die tragende Generation der Golferpopulation, wirken, fühlen sich, sind jünger denn je. Wenn das so weitergeht, wird Golf doch noch zum Trendsport.

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