Im morgigen Finale der Irish Open geht es für die Profis auf der European Tour nicht nur um reichlich Preisgeld - es geht auch um drei der letzten sechs Startplätze für die Open Championship in Carnoustie. Die endgültig letzten Plätze im Feld werden bei der Scottish Open in der kommenden Woche vergeben, aber drei Open-Träume erfüllen sich bereits in Irland.
Keine Sorgen um sein Major-Ticket muss sich allerdings der Führende machen: Erik van Rooyen hat seinen Platz bereits sicher, was seinen Kampfgeist allerdings mitnichten zu schmälern scheint. Der Südafrikaner hält sich mit 14 Schlägen unter Par und respektablen vier Schlägen Vorsprung an der Spitze.
Up-and-down from 110 yards to save par.
Van Rooyen remains four clear. pic.twitter.com/E4MzGgJPwb — The European Tour (@EuropeanTour) 7. Juli 2018
Danny Willett unter den Verfolgern
Ebenfalls gefährlich werden könnte dem Führenden der Engländer Danny Willett. Der Masters-Champion von 2016 präsentiert sich zwei Wochen vor der British Open in Form, dabei hatte seine bisherige Saison auf der European Tour bis zu seinem geteilten achten Platz bei der Italian Open Anfang Juni zu wünschen übrig lassen.
Nun aber scheint er wild entschlossen. Von einem Doppelbogey gleich am zweiten Loch ließ er sich nicht verunsichern, schob neben einem vereinzelten Bogey noch sechs Birdies nach - vier davon hintereinander an den Löchern 11 bis 14 - und brachte sich damit hinein in das Rennen um den Sieg, der seinen ersten seit dem Majortriumph in Augusta markieren könnte.
Danny Willett's putting right now pic.twitter.com/Xvfp4zT0Nr — The European Tour (@EuropeanTour) 7. Juli 2018
Jon Rahm geht auf den hinteren Neun die Luft aus
Etwas weiter hinten in den Top 10 verweilt der aktuelle Titelverteidiger Jon Rahm. Der Spanier notierte auf seiner Front Nine ganze sechs Birdies und ein Bogey, begnügte sich auf seinen hinteren Neun dann allerdings ausschließlich mit Pars, sodass er vor der entscheidenden Runde mit sechs Schlägen unter Par auf dem geteilten neunten Rang verweilt.
Der 23-Jährige, dessen sehnlicher Wunsch, Europa beim Ryder Cup zu vertreten, sich dank superber Leistungen und seiner daraus resultierenden Position als Weltranglistenfünfter wohl im September erfüllen wird, war bei der Open de France bereits geteilter Fünfter geworden. Für einen erneuten Sieg in Irland allerdings müsste einiges passieren - Rahm trennen vom Führenden derzeit ganze acht Schläge.
Rory McIlroy im Mittelfeld
Für den Gastgeber Rory McIlroy hingegen verläuft das Turnier bis dato durchwachsen. Der Nordire, der das das Turnier vor zwei Jahren selbst gewann, hatte es zuvor bei seinen drei bisherigen Starts bei reinen European-Tour-Event immer in die Top 3 geschafft, wenn auch keines gewonnen, diesmal allerdings scheint auch die Topplatzierung illusorisch.
Einzig in seiner ersten Runde hatte der vierfache Majorsieger es unter Par ins Clubhaus geschafft, am Moving Day blieb es bei einer Parrunde. Mit einem Schlag unter Par liegt der 29-Jährige im Mittelfeld auf dem geteilten 33. Platz und wird sich von dort aus bemühen, noch möglichst viele Plätze bei dem von ihm ausgerichteten Event gutzumachen.