Golf kann frustrierend sein – wer selbst spielt, weiß: Manchmal möchte man seine Emotionen einfach laut herausschreien. Doch genau das kann kontraproduktiv sein und das eigene Spiel zusätzlich belasten. Der amerikanische Profigolfer Ryan McCormick, der auf der Korn Ferry Tour spielt, hat deshalb zu einer ungewöhnlichen Methode gegriffen: Er klebte sich während der Runde den Mund mit Klebeband zu, um sich selbst zum Schweigen zu bringen.
Klebeband statt Ausrasten - ein Geheimtipp?
Wie McCormick erklärt, habe ihn der Frust zunehmend übermannt und spürbar nicht nur sein eigenes Spiel, sondern auch das seiner Flightpartner negativ beeinflusst. Das sei ihm und seinen Mitspielern gegenüber nicht fair. Er las Bücher und besprach seine Wutausbrüche mit Anderen - doch keine Strategie half. Also wählte er einen radikalen Ansatz: „Ich hatte dieses Jahr keine besonders schöne Zeit auf dem Golfplatz, war oft ziemlich wütend. Ich habe viele Dinge ausprobiert, und dann dachte ich mir, ich bringe mich einfach selbst zum Schweigen. Also habe ich mir Klebeband über den Mund geklebt“, sagt er. „Ich habe mich gefühlt wie Bane aus Batman.“
You see something new everyday.
Ryan McCormick started to tape his mouth shut on the Korn Ferry Tour so he’d stop getting angry.
pic.twitter.com/2tgNtoGHcE— GOLF.com (@GOLF_com) April 4, 2025
McCormick führt weiter aus, er sei nicht stolz darauf, sich selbst einen Maulkorb verpassen zu müssen, doch habe keine andere Lösung gesehen. Die Kommunikation mit seinem Caddie beschränkte sich so auf das Schreiben von Zahlen und Gesten, was das Spiel insgesamt vereinfachte. Ob die Maßnahme jedoch dauerhaft etwas bringt, bleibt offen: „Ich hatte gehofft, dass es mir vielleicht helfen würde. Ich kann nicht sagen, ob es das getan hat oder nicht", so McCormick.