Angel Cabrera, der argentinische Gewinner des Masters 2009 und der US Open 2007, wird beim Masters Tournament 2025 erneut abschlagen. Seine Teilnahme markiert nicht nur ein sportliches Comeback, sondern auch eine viel umstrittene Rückkehr nach über 30 Monaten Haft.
Ein umstrittenes Comeback: Cabreras Rückkehr nach über zwei Jahren Haft
Der 55-Jährige war im Januar 2021 in Brasilien festgenommen worden. In seiner Heimat Argentinien war er wegen mehrfacher Fälle häuslicher Gewalt gegen seine Ex-Partnerinnen Cecilia Torres und Micaela Escudero angeklagt. Im August 2023 wurde Cabrera auf Bewährung entlassen. In einem späteren Interview mit Golf Digest zeigte er sich einsichtig: „Ich habe schwere Fehler gemacht und schäme mich zutiefst.“
Angel Cabrera: „nicht spielender Champion“
Trotz seiner juristischen Vergangenheit war Cabrera als früherer Masters-Champion grundsätzlich weiter zur Teilnahme berechtigt – denn ehemalige Sieger erhalten lebenslang eine Einladung nach Augusta. Zwischen 2021 und 2024 wurde er jedoch offiziell als „nicht spielender Champion“ geführt. Nun, 2025, steht Cabrera wieder auf der Teilnehmerliste. Der Grund: seine Visasituation ist inzwischen geklärt. Wie sein Vertreter Manuel Tagle gegenüber CNN erklärte, besitzt Cabrera wieder ein gültiges Visum für die USA. Damit ist der Weg für seine Rückkehr zum prestigeträchtigen Event frei.
Cabrera trat zuletzt im Jahr 2019 beim Masters an. 2020 verpasste er das Turnier aufgrund einer Handgelenksoperation, die Folgejahre waren durch seine rechtlichen Schwierigkeiten geprägt. Erst 2024 konnte er wieder ins Turniergeschehen eingreifen.
Auf der PGA Tour Champions sammelte Cabrera Anfang des Jahres bei den Turnieren Trophy Hassan II und Chubb Classic erste Wettkampfpraxis. Einen Start auf der regulären PGA Tour absolvierte er zuletzt 2019 – ebenfalls beim Masters. Angel Cabrera, auch unter seinem Spitznamen „El Pato“ bekannt, zählt zu den bekanntesten südamerikanischen Golfern der vergangenen Jahrzehnte. Mit seinen Siegen bei den US Open 2007 und dem Masters 2009 trug er sich in die Historie des Golfsports ein.