Panorama

Amen Corner: Die entscheidenden Löcher des Masters

31. Mrz. 2026 von Annika Krempel in Köln, Deutschland

Die Amen Corner ist die berühmteste Stelle des Augusta National Golf Clubs beim US Masters. (Foto: Getty)

Die Amen Corner ist die berühmteste Stelle des Augusta National Golf Clubs beim US Masters. (Foto: Getty)

Die Amen Corner bezeichnet eine Ecke des Golfplatz vom Augusta National Golfclub. Der Amen Corner erstreckt sich von der zweiten Hälfte des 11. Loches bis zur ersten Hälfte des 13. Loches. In diesem Bereich entscheidet sich am Finaltag häufig der Ausgang des US Masters Tournament.

Der Rae's Creek fließt durch alle diese Teile hindurch. Kein Punkt des Platzes ist weiter vom Clubhaus entfernt als die Amen Corner. Es ist die berühmteste Stelle des ganzen Golfplatzes.

Die Amen Corner des Augusta Golfplatzes ist umrandet von Pinien, Azaleen und Büschen, die nicht zuletzt die Spitznamen "White Dogwood", "Golden Bell" und "Azalea" geprägt haben. Das Zwitschern der Vögel in den Bäumen und das Plätschern des Flusses erzeugen eine Geräuschkulisse, die den Gefühlen der Golfer an dieser Stelle häufig zuwiderläuft: Für viele gleichen diese drei Löcher einem Spießrutenlauf. Beim Masters ist die Amen Corner häufig spielentscheidend.

Der Wind - ein entscheidender Faktor im Amen Corner

Der Wind ist zu Beginn des Amen Corners ein entscheidender Faktor. Der Abschlag vom Tee wird bergab und leicht nach rechts gespielt. Das Landen auf dem Grün wird durch einen kleinen Teich erschwert. Am elften Loch wurden bis auf drei alle Sudden-Death-Playoffs eines Masters entschieden. Am zwölften Loch muss der Ball den Fluss überqueren und zwischen drei Bunkern auf dem Green landen. Auch hier spielt der Wind eine entscheidende Rolle. Direkt hinter dem Tee des 13. Lochs windet sich der Rae's Creek entlang. Golfer haben hier häufig mit Gegenwind zu kämpfen, der schwer einzuschätzen ist.

Am Amen Corner wurde ein Turnier entschieden

Der Amen Corner kam durch einen Artikel in der Sports Illustrated 1958 von dem amerikanischen Golfjournalisten Herbert Warren Wind zu seinem Namen. In dieser Ecke des Courses spielten sich die entscheidenden Momente des US Masters ab. Arnold Palmer siegte auf einem von Regen aufgeweichten Platz nach einer lange diskutierten Regelauslegung. Da der Ball im Schlamm versank, sich aber zuerst niemand über die offiziellen Regeln für einen solchen Fall im Klaren war, spielte Palmer von diesem Moment an mit zwei Bällen. Dem einen, der im Schlamm steckte und einem zweiten, den er dort fallen ließ. Mit dem zweiten Ball, der später für gültig erklärt wurde, gewann Palmer das Turnier. Der Zweite, Ken Venturi, erhob noch Jahrzehnte später Einspruch gegen diese Regelauslegung.

Der Name wurde zum geflügelten Wort

Nach dieser dramatischen Entscheidung erhielt auch die Ecke des Platzes einen dramatischen Namen, den sich Wind von dem Jazz-Song "Shouting at Amen Corner" lieh. Mittlerweile wird der Begriff Amen Corner oft als Bezeichnung für einen als entscheidend geltenden Abschnitt eines Golfplatzes verwendet.

Bis heute hat dieser Abschnitt des Augusta National oft einen großen Einfluss auf den Ausgang des ersten Majors des Jahres, ob durch Spieler, die sich auf diesen Löchern besonders hervortun oder Spielern, die dort eine gute Position, wenn nicht sogar die Führung, verspielen.

Die Statistiken der Amen Corner

Loch 11: "White Dogwood"

Die Amen Corner beginnt auf dem 11. Loch, welches auch White Dogwood genannt wird. Das 520 Yards lange Par 4 zeichnet sich durch den Teich an der rechten Grün Seite aus und einer charakteristischen Kurve der Spielbahn. Erst zwei mal konnten Spieler hier ein Eagle erspielen. Fünf mal kam es zum höchsten Ergebnis mit neun Schlägen. Im Schnitt spielen die Spieler hier 4.303 Schläge. Damit liegt der Durchschnitt leicht über Par.

Loch 12: "Golden Bell"

Weiter erstreckt sich die Amen Corner über das 12. Loch. Das Par drei, welches ursprünglich "Three Pines" genannt wurde nach einem Trio von Kiefern am Abschlag die mittlerweile alle verendet sind, zieht sich über eine Distanz von 155 Yards. Nicht zuletzt durch den Wind spielt sich das Loch dabei weiter als es tatsächlich ist. Der neue Spitzname "Golden Bell" findet seinen Ursprung in der reichlichen Bepflanzung rund um das Grün. Bereits drei mal gelangen Hole-in-ones bei einem Scoring Durchschnitt von 3.270 Schlägen. Das höchste jemals gespielte Ergebnis notierte Tom Weiskopf in der Auftaktrunde 1980 mit 13 Schlägen, nachdem mehrere Bälle ihr Ziel in "Rae's Creek" fanden.

Loch 13: "Azalea"

Den Abschluss findet Amen Corner auf Loch 13, dem "Azalea". Das Par 5 ist mit rund 1.600 Azaleen zwischen Abschlag und Grün bepflanzt und bietet den Spielern die Chance eventuell verlorene Schläge auf den beiden vorherigen Löchern wieder aufzuholen. Mit einem Scoring Durchschnitt von 4.775 ist es historisch das einfachste Loch des Platzes. 1994 notierte Jeff Maggert mit 2 Schlägen das niedrigste Ergebnis jemals. Den negativ Rekord hält seit 1978 Tommy Nakajima mit 13 Schlägen.

Häufige Fragen zur Amen Corner

Wann findet das US Masters 2026 statt?

Das US Masters 2026 findet vom 9. bis 12. April 2026 im Augusta National Golf Club in Augusta, Georgia (USA) statt.

Wo kann ich das US Masters 2026 im TV sehen?

In Deutschland überträgt Sky Sport Golf das US Masters 2026 live und exklusiv. Alle Sendezeiten und Streams im Überblick.

Was ist die Amen Corner beim Masters?

Die Amen Corner bezeichnet den Abschnitt vom zweiten Schlag am 11. Loch bis zum ersten Schlag am 13. Loch auf dem Augusta National Golf Club. Im allgemeinen Sprachgebrauch sind damit die Löcher 11, 12 und 13 gemeint — der berühmteste und dramatischste Abschnitt des Platzes.

Woher kommt der Name Amen Corner?

Der Name stammt vom Sportjournalisten Herbert Warren Wind, der ihn 1958 in einem Artikel für Sports Illustrated erstmals verwendete. Er entlehnte ihn einem Jazz-Stück aus den 1930er Jahren: "Shouting in that Amen Corner".

Warum ist die Amen Corner so gefürchtet?

Die Kombination aus Rae's Creek (Wasserhindernis vor dem 12. Grün und hinter dem 11. Grün) und unberechenbare Windwirbel zwischen den Bäumen machen diesen Abschnitt extrem schwierig. Loch 11 ist das schwerste Loch der Masters-Geschichte (Schnitt 4,303), Loch 12 das gefährlichste Par 3 der Welt.

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