Die nächste Wende im langen, oft von Rückschlägen geprägten Spätkapitel von Tiger Woods ist da – und sie trifft den Golfsport nur wenige Tage vor dem Masters mit voller Wucht. Laut Berichten wurde Woods nach einem Unfall in Florida wegen des Verdachts auf Fahren unter Einfluss festgenommen und plädierte im Zusammenhang mit der anschließenden DUI-Anklage später auf nicht schuldig. Am Dienstag kündigte der 15-malige Major-Sieger schließlich an, sich für eine unbestimmte Zeit aus dem Golf und aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen, um sich behandeln zu lassen und sich auf seine Gesundheit zu konzentrieren. Damit ist zugleich klar: Beim Masters in Augusta wird Woods in diesem Jahr nicht abschlagen.
Tiger Woods meldet sich selbst zu Wort
Die deutlichsten Worte kamen dabei von Woods selbst. In einem Statement der Platform X auf schrieb er: „Ich weiß und verstehe, wie ernst die Situation ist, in der ich mich derzeit befinde. Ich werde mich für eine gewisse Zeit zurückziehen, um Hilfe in Anspruch zu nehmen und mich auf meine Gesundheit zu konzentrieren. Das ist notwendig, damit ich mein Wohlbefinden in den Vordergrund stelle und auf eine Genesung hinarbeiten kann.“ Damit setzte Woods selbst den Ton. Kein sportlicher Ausblick, keine Spekulationen über einen schnellen Comeback-Versuch, keine Beschwichtigung. Stattdessen klang die Mitteilung wie das Eingeständnis, dass es diesmal um deutlich mehr geht als um den Zustand seines Spiels oder seiner körperlichen Belastbarkeit.
Woods ergänzte zudem: „Ich bin entschlossen, mir die Zeit zu nehmen, die nötig ist, um in einer gesünderen, stärkeren und fokussierteren Verfassung zurückzukehren – sowohl persönlich als auch beruflich." Das Statement lässt wenig Spielraum für Interpretationen. Woods will Abstand gewinnen und sich vollständig auf seine persönliche Stabilisierung konzentrieren.
— Tiger Woods (@TigerWoods) March 31, 2026
Masters-Start endgültig vom Tisch
Dass Woods das Masters verpassen würde, hatte sich bereits angedeutet. Nach dem Vorfall in Florida und der anschließenden Entwicklung rund um die Anklage war ein Start in Augusta kaum noch realistisch. Inzwischen ist das Aus endgültig. Für das Masters ist das eine bittere Nachricht. Auch fernab der Spitze bleibt Tiger Woods in Augusta eine prägende Figur. Seine Rückkehr 2019 bleibt eines der größten Kapitel der jüngeren Major-Geschichte. Nun ist die Realität eine andere: nicht Hoffnung auf ein weiteres Comeback, sondern die Frage, wie tief dieser Einschnitt tatsächlich reicht.