Vor dem Finale der Valspar Championship hatten Golffans und Experten einige potenzielle Sieger auf dem Schirm. Der fünffache PGA Tour Sieger Bill Haas, der das Teilnehmerfeld nach dem Moving Day anführte, lag hoch im Kurs, aber auch Jordan Spieth und Henrik Stenson galten noch nicht als abgeschrieben, obschon sie bereits einen großen Rückstand auf Haas hatten.
Am Ende golfte sich jedoch Charl Schwartzel gekonnt an der Konkurrenz vorbei und fand pünktlich zum Finale der Valspar Championship zur Topform. Dem Südafrikaner, der auf der PGA Tour zuletzt das Masters im Jahre 2011 gewann, gelang fast alles. Unter anderem glückte dem zweifachen Sieger der noch jungen European Tour Saison 2016 ein Birdie auf der 17, durch welches Bill Haas zum Playoff herausgefordert wurde. Unfassbar gut war außerdem folgender Putt auf der 13:
64 feet, are you serious?#QuickHits https://t.co/4qo5jG7LE9
— PGA TOUR (@PGATOUR) 13. März 2016
Wer solch einen Birdie-Putt schafft, schlägt auch Bill Haas im Playoff. Der US-Amerikaner machte bereits im regulären Wettbewerb zu viele Fehler und konnte an die gute Leistung der Vortage nicht anknüpfen. Des einen Leid ist jedoch des anderen Freud und so darf Charl Schwartzel sich über seinen ersten PGA Tour Sieg nach fünf Jahren freuen.
Beim Barte des Graham
Weiterhin auf seinen ersten Turniersieg auf der PGA Tour muss übrigens Graham DeLaet warten, der vor dem Finale noch hoffnungsvoll auf dem zweiten Platz lag. Mit einer 75er Abschlussrunde schoss sich der Kanadier jedoch selber aus dem Titelkampf und darf nun, statt den Turniergewinn das 25. Top Ten Ergebnis in 137 Tourstarts feiern.
Wir hoffen darüber hinaus nicht, dass DeLaet gewettet hat, dass er sich bis zu einem PGA Tour Sieg nicht mehr rasieren wird.
Graham DeLaet. Golf fan.
Split hairs. pic.twitter.com/r2Redlf2gA
— PGA TOUR (@PGATOUR) 13. März 2016
Spieth bleibt hinter eigenen Erwartungen zurück
Da hatte Jordan Spieth vor dem Finale der Valspar Championship wohl etwas zu hoch gepokert - Nach einer hervorragenden 67er Runde am Moving Day fand sich der Weltranglistenerste trotz der versemmelten Auftaktrunde in den Top Ten wieder und zeigte sich optimistisch. Eine 7 unter wolle er spielen und habe noch alle Chancen auf den Sieg, verkündete Spieth am Samstag.Am Ende kam jedoch alles anders: Statt einer 64 unterschrieb Spieth nach seiner Finalrunde eine 73 und rutschte damit aus den Top Ten auf Rang T18. Die tolle Greens in Regulation Quote vom Vortag war wie weggeblasen und auch beim Putting musste der 22-Jährige Federn lassen.
Amateur McCoy mit Topergebnis
Fast wäre Amateur Lee McCoy, der vom Turniersponsor eine Wildcard zur Teilnahme an der Valspar Championship erhielt, am Cut gescheitert. Der 22-Jährige kämpfte sich jedoch gerade so ins Wochenende und trumpfte dann groß auf. Bereits am Moving Day golfte sich McCoy mit einer 66er Runde ganze 53 Ränge nach vorne, landete in den Top Ten und behielt auch im Finale die Nerven. Der Youngster legte nochmal zwei Schlaggewinne drauf und ließ so Pros wie Jordan Spieth oder Matt Kuchar alt aussehen. Lee McCoy wird über Platz vier sicherlich ganz aus dem Häuschen sein.
Die gute Leistung auf dem Grün des Innisbrook Resort kommt jedoch nicht ganz von ungefähr. McCoy wuchs nur einige Meter vom Golfplatz entfernt auf und hat den Kurs laut eigener Aussage wahrscheinlich schon tausendmal bespielt.
The fans are getting loud.
McCoy jumps to within 3. https://t.co/IlyZNftFNw
— PGA TOUR (@PGATOUR) 13. März 2016
Endergebnis der Valspar Championship
Zum kompletten Leaderboard der Valspar Championship
Pos
Spieler
Runde 4
Gesamt
1
Charl Schwartzel
-4
-7
2
Bill Haas
1
-7
3
Ryan Moore
Even Par
-5
4
Lee McCoy (A)
-2
-4
T5
Charles Howell III
1
-3
T5
Graham DeLaet
4
-3
T11
Henrik Stenson
1
-1
T18
Jordan Spieth
2
Even Par
CUT
Martin Kaymer