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Wenn die Profis bei der Players Championship, dem prestigeträchstigsten Turnier auf der PGA Tour, auf dem Stadium Course des TPC Sawgrass in Ponte Vedra Beach in Florida (USA) antreten, gibt es ein Loch, das selbst Weltklassespielern regelmäßig den Puls hochtreibt: die legendäre 17. Bahn. Das kurze Par-3 mit seinem vollständig von Wasser umgebenen Inselgrün zählt zu den berühmtesten und gefürchtetsten Löchern im Golf und hat auch Brooks Koepka über die Jahre immer wieder Probleme bereitet.
"Das 17. Loch", sagt Koepka mit einem Lächeln während einer Pressekonferenz im Vorfeld der Player Championship, als er nach seinem eher wechselhaften Abschneiden bei diesem Turnier gefragt wird. „In einem Jahr habe ich dort eine 8 und eine 7 gespielt. Das war nicht besonders gut.“ Tatsächlich ist die Bahn mit lediglich rund 120 Metern Länge auf dem Papier eines der kürzeren Par-3-Löcher im Turniergolf. Doch die Distanz täuscht. Das Grün liegt komplett von Wasser umgeben auf einer kleinen künstlichen Insel. Ein Schlag, der nur minimal zu kurz oder zu lang ist, landet unweigerlich im Wasserhindernis.
Brooks Koepka on why he's struggled at The Players:
"The 17th hole."
Koepka's +20 over his 20 times playing 17 at TPC Sawgrass.pic.twitter.com/2LAHr8uwu5
— Underdog Golf (@UnderdogGolf) March 10, 2026
Das Loch wurde vom berühmten Architektenpaar Pete Dye und Alice Dye entworfen. Ursprünglich war das Inselgrün gar nicht als spektakuläres Markenzeichen geplant, entwickelte sich jedoch schnell zu einem der ikonischsten Designs im Golfsport. Heute ist "die 17" berüchtigt: Jedes Jahr landen tausende Bälle im Wasser dieses Lochs und Schätzungen zufolge verschwinden sogar mehr als 100.000 Golfbälle jährlich in dem Teich rund um das Grün. Der höchste jemals gespielte Score auf dieser Bahn während der Players Championship liegt bei 12 durch Bob Tway im Jahr 2005, der gleich viermal seinen Ball vom Abschlag ins Wasser spielte. Neben dem Wind, der vom Atlantik her über den Platz zieht, spielt vor allem der psychologische Effekt eine entscheidende Rolle. Das Grün ist klein, die Zuschauertribünen ragen dicht heran und jeder Fehlschlag wird sofort sichtbar.
Brooks Koepkas persönlicher Angstgegner
Für Koepka ist die Bahn längst ein Running Gag unter Freunden geworden. „Meine Freunde ziehen mich damit ordentlich auf“, erzählt der Major-Sieger und PGA-Tour-Rückkehrer bei der Pressekonferenz. Besonders die Kombination aus den Par-3-Löchern mit der Nummer 17 in Sawgrass und das 12. Loch beim Masters im Augusta National Golf Club sorge immer wieder für Spott.
Dabei liegt das Problem nicht unbedingt an fehlender Technik. „Ich habe gestern das Grün getroffen, darüber war ich ziemlich begeistert“, sagt Koepka zu seiner Trainingsrunde. Doch gerade bei starkem Wind kann selbst die richtige Schlägerwahl schwierig werden. „Das letzte Mal, als wir hier gespielt haben, habe ich ein 5er-Eisen genommen. Jemand anderes hatte ein 6er-Eisen und blieb kurz – mein Ball ging dann drüber. Wenn der Wind mit 35 Meilen pro Stunde bläst, ist es schwer zu argumentieren.“
Loch 17 bei THE PLAYERS: Bühne für Drama und Golfgeschichte
Trotz oder gerade wegen seiner Tücken hat das Inselgrün zahlreiche unvergessliche Momente hervorgebracht. Das erste Hole-in-One bei der Players Championship gelang Brad Fabel im Jahr 1986. Seitdem folgten weitere Spieler mit einer eins auf der Scorekarte, unter anderem Fred Couples, Miguel Ángel Jiménez und Shane Lowry. Für Koepka bleibt das Loch dennoch eine Herausforderung, der er sich immer wieder stellen muss. „Es verfolgt mich nicht“, sagt er. „Am Ende ist es alles Spaß. Man muss einfach rausgehen und es besser machen.“
Brooks Koepka hat in seiner Karriere bei den Players das 17. Loch auf dem TPC Sawgrass insgesamt 20 mal gespielt. In dieser Zeit landete sein Ball insgesamt zehnmal im Wasser. Er schaffte jedoch auch zwei Birdies auf diesem Loch und hat in der Gesamtstatistik über alle Versuche bisher einen Schnitt von vier Schlägen und somit einen Schlag über Par.
