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Tiger Woods
Das berühmteste rote Shirt der Sportwelt: Der 15-fache Majorsieger in seinem Sonntags-Dress. „Meine Mama Kultida glaubt, dass Rot meine Kraftfarbe ist“, hat Tiger Woods mal erklärt. „Und wie jeder weiß, soll man immer auf seine Mutter hören.“ Mit dem Wechsel zu einer kragenlosen Variante mit höherem Halsbündchen, dem „Turtle Neck“, ebnete Woods auch der Funktionskleidung den Einzug auf die Fairways. (Text: Michael F. Basche)
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Maria Stuart
Mit dem Reifrock ins Rough: Die berühmte „Queen of Scots“ aus dem 16. Jahrhundert gilt als erste Golferin der Geschichte. Maria Stuart muss dem Spiel bzw. seiner höfischen Variante Jeu de Mal schon während ihres Erziehungs-Exil in Frankreich verfallen sein, brachte von dort den Begriff Caddie mit und soll sogar kurz nach der Ermordung ihres zweiten Ehemanns schon wieder die Schläger geschwungen haben.
(Text: Michael F. Basche/Foto: Facebook.com/@Big Borthers Big Sisters of London)
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Bernhard Langer
Ein Champion als „Christbaum“: 1985 trat Bernhard Langer in rotem Shirt und roter Hose als geteilter Dritter mit Severiano Ballesteros zur Schlussrunde des Masters an, „weil ich mir vorgenommen hatte, aggressiv zu spielen und die Farbe dazu ganz passend fand“. Als ihm Ben Crenshaw später ins Green Jacket half, sah Langer aus wie ein „Weihnachtsbaum“ – fand der zweifache Augusta-Sieger selbst auch. (Text: Michael F. Basche/Foto: Twitter/GolfMonthly)
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Erik van Rooyen
Besonderes Beinkleid: Bei der Open Championship 2019 zeigte der Südafrikaner Erik van Rooyen erstmals seine Buxe mit Knöchel-Bündchen. Auch wenn Hosen im Jogger-Stil seit Rickie Fowler nicht wirklich was Neues sind, war Van Rooyen beim Major in Royal Portrush Gesprächsthema. Er mag es, „etwas unterschiedlich und dennoch klassisch“ daherzukommen und hat die Hosen von „Greyson Clothier“ in vielen Farben. (Text: Michael F. Basche)
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Old Tom Morris
Der „Godfather of Golf“: grobes Schuhwerk, Anzug aus festem schottischen Tweed – so ging Old Tom Morris werktags seiner Arbeit auf den Links nach und sonntags in die Kirche. Morris begründete auf dem Old Course grundlegende Greenkeeping-Prinzipien, legte zahllose Plätze wie den Schauplatz der ersten Open Championship 1860 in Prestwick an und war sowieso einer der Gründerväter des professionellen Golfsports. (Text: Michael F. Basche/Foto: Twitter/bunkered)
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Chi Chi Rodriguez
„Coole Socke“ würde man Chi Chi Rodriguez heute nennen. Der charismatische Puerto Ricaner aus ärmlichen Verhältnissen steht für die modische Extravaganz der 1960er-Jahre, als noch nicht die Sponsoren den Spielern ihre Turnierklamotten „rauslegten“ wie weiland Mutti das Sonntags-Outfit. Rodriguez gewann acht PGA-Tour-Turnier, aber nie ein Major und wurde dennoch in die World Golf Hall of Fame aufgenommen. (Text: Michael F. Basche/Foto: Instagram/golftv)
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Tyrrell Hatton
Mit seinem Hoodie löste der Tyrrell Hatton bei der BMW PGA Championship heuer beinahe mehr Schlagzeilen aus als mit dem sportlichen Triumph in Wentworth. Zurecht wunderte sich der Engländer hernach über das Ballyhoo: „Die Kapuzenpullover sind bequem, ich fühle mich wohl darin und verstehe die ganze Aufregung gar nicht.“ Kurz darauf zeigte sich auch Kollegen wie Rory McIlroy im Streetwear-Überzieher. (Text: Michael F. Basche)
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Das US-Team beim Ryder Cup 1999
Die 33. Auflage des Kontinentalwettbewerbs ist als „Battle of Brookline“ in die Golfannalen eingegangen. Das US-Team nutzte den Heimvorteil schamlos aus und trampelte am Einzelsonntag nach einem verwandelten Putt von Justin Leonard sogar in vorzeitigem Jubel auf dem Grün herum, obwohl José María Olazábal noch zum Ausgleich putten konnte. Es war kaum zum hinsehen, was nicht zuletzt am Outfit der Amis lag. (Text: Michael F. Basche)
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Rickie Fowler
2018 geht ein Bild der „Verwahrlosung“ auf den Fairways um die Welt: Rickie Fowler tritt beim Tournament of Champions nicht nur im Hawaii-Hemd an – so was ist im Golf eine lässliche Modesünde –, nein, der Kalifornier hat überdies sein Shirt aus der neuen Puma-Kollektion nicht in den Hosenbund gestopft, agiert vielmehr mit wehenden Hemdzipfeln. Der Hashtag #untucked steht seither für die kollektive Empörung der Etikette-Establishments. (Text: Michael F. Basche)
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Sandy Lyle
„Pops bei der Gartenarbeit“: Sandy Lyle, schottischer Masters-Champion von 1988, präsentierte sich heuer bei der ersten November-Ausgabe des Major im Augusta National Golf Club in altväterlichen Hosenträgern. Tatsächlich hatte der 62-Jährige die bequemen Tragehilfen von der heimischen Arbeitshose übernommen, „bei der ich immer soviel Werkzeug etc. in den Taschen habe, dass sie ständig herunter gerutscht ist“. (Text: Michael F. Basche)
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Gary Player
„The Black Knight“: Ist schwarz eine Farbe? Laut einschlägiger Definitionen ja, sie gehört – was wunder – zur Kategorie der „unbunten“. Wie auch immer, Gary Player hat ein Faible dafür und wurde folgerichtig mit dem Spitznamen „Der schwarze Ritter“ belehnt. Unsereinem wird eher schwarz vor Augen, wenn man den Fitness-Demonstrationen des neunfacher Majorsiegers aus Südafrika zu folgen versucht – und Player ist 85. (Text: Michael F. Basche)
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Severiano Ballesteros
Caballero: Der Spanier Severiano Ballesteros galt als Stil-Ikone seiner Zeit. Während Widersacher wie Bernhard Langer beim Turnierdress schon mal tiefer in den Farbtopf griffen, pflegte „Seve“ einen klassischen Habitus, der nicht immer zur Heißblütigkeit des fünffachen Major-Gewinners passen wollte. Unerreicht freilich ist seine beiläufige Frage an plappernde Fans: „„Stört es Sie, wenn ich spiele, während Sie reden?“ (Text: Michael F. Basche)
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Michelle Wie West
Als Michelle Wie die Turnier-Weltbühne betrat, wurde sie zum weiblichen Pendant von Tiger Woods stilisiert – ein überhöhter Anspruch, dem Wie nur die US Women‘s Open 2014 entgegen halten konnte. Ein modisches „Role Model“ hingegen war sie immer – nicht zuletzt ihretwegen verhängte die LPGA 2017 den Bann über „Racerbacks“ (Sporttops ohne Kragen) oder Hüftröcke und -shorts sowie bauchfreie Kleidung insgesamt. (Text: Michael F. Basche)
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Phil Mickelson
„Shirtgate“: Kurz nach Rickie Fowlers Hawaii-Habitus sorgte Phil Mickelson im Mai 2018 für das nächste Hemden-Halligalli, als er ein langärmeliges Oberteil des Herrenausstatters und neuen Sponsors „Mizzen & Main“vorstellte. Für manche hatte der konservative Dresscode damit einen neuen Level erreicht. Inzwischen scheint „Lefty“ dank Diät und Fitness in einen Jungbrunnen gefallen – da wirkt auch das Buchhalterhemd gleich ganz anders. (Text: Michael F. Basche)
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Sir Nick Faldo
Pullover-Parade: Der sechsfache englische Majorsieger Nick Faldo hätte mit seinen Strickwaren mühelos bei jedem „Ugly Christmas Sweater“-Wettbewerb reüssieren können. Die Muster einer schottischen Traditionsmarke waren vielfach doch gewöhnungsbedürftig. Nur gut, dass Sir Nick damit nicht auch das Auge der Queen malträtierte, als er zum Ritterschlag bei Elizabeth II. antreten durfte. Da war denn doch das Protokoll vor. (Text: Michael F. Basche)
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Ian Poulter
Schräge Type: Ein Golfmoden-Streifzug ohne Ian Poulter wäre nicht denkbar. Der Engländer ließ es bis vor wenigen Jahren in puncto Farben und Design aber so richtig krachen, hatte für seine Klamotten sogar ein eigenes Label auf den Markt geworfen. Diesen Nebenerwerb freilich gab er irgendwann auf, und heutzutage tritt der Auto-Aficionado vergleichsweise moderat und eher in ausgefallener Eleganz auf. (Text: Michael F. Basche)
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Payne Stewart
Knickerbocker-Kult: Der 1999 auf tragische Weise bei einem Flugzeug-Unglück ums Leben gekommene US-Pro Payne Stewart hat die eigentlich altbackenen „Plus fours“ zum stylischen Stück gemacht, die ihren Namen trägt, weil sie vier Inches oder zehn Zentimeter unterhalb der Knie endet. Stewart gewann drei Majors, sein Ruf als Sportsmann führte auf der PGA Tour zur Einführung eines nach ihm benannten Fairness-Preises. (Text: Michael F. Basche/Foto: Instagram/golftv)
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Lexi Thompson
Vintage: Für ein Foto-Shooting anlässlich des olympischen Golf-Comebacks schlüpfte Golfstar Lexi Thompson 2016 in ein Dress, wie sie Margaret Abbott getragen haben könnte, die Siegerin des Damen-Wettbewerbs bei den Spielen in Paris 1904. Obwohl die Amerikanerin wahrhaft „bella figura“ machte, sagte Thompson anschließend: „Ich kann mir nicht vorstellen, wie man in diesem Outfit Golf hat spielen können.“ (Text: Michael F. Basche/Foto: Getty, Instagram/Lexi)
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Bob Jones/Justin Thomas
Noch mal Retro: Grand-Slam-Gewinner Bob Jones Jr. spielte Golf, wie der Amateur, 13-fache Majorsieger und Mitbegründer von Augusta National Golf Club sowie Masters auch als Anwalt in seiner Kanzlei in Atlanta saß – mit Schlips oder Fliege und Kragen. Dass so was in der Neuzeit ebenfalls „très chic“ sein kann, beweist Justin Thomas, der sich damit immer mal wieder in bester Jones-Tradition präsentiert. (Text: Michael F. Basche)
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